Österreichische Kontaktstelle
zum UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Zentrale Inhalte

Der Internationale Fonds für kulturelle Vielfalt

Artikel 18 des Übereinkommens etabliert den „Internationalen Fonds für kulturelle Vielfalt“. Ziel des Fonds ist die Unterstützung von Projekten und Aktivitäten zur Stärkung der Kulturwirtschaften in Entwicklungsländern, als Beitrag zur Förderung der Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und der Armutsbekämpfung (vgl. Artikel 14).

Der Fonds richtet sich in erster Linie an Entwicklungsländer und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus Entwicklungsländern, die das Übereinkommen ratifiziert haben. Unterstützt werden Projekte die auf die nachhaltige Stärkung eines dynamischen Kultursektors in Entwicklungsländern, insbesondere durch Einführung neuer kulturpolitischer Maßnahmen und Stärkung der Kapazitäten der lokalen Kulturindustrien, abzielen.

Die Verwendung der Mittel und Vergabemodi des Fonds sind in den Durchführungsrichtlinien zu Artikel 18 näher bestimmt. Seit der ersten Ausschreibung 2010 wurden durch den Fonds 78 Projekte in 48 Entwicklungsländern mit insg. 5.3 Millionen US-Dollar unterstützt.

Fondsmittel

Der Fonds speist sich ausschließlich aus freiwilligen Beitragsleistungen. Mit Stand 1.12.2015 erhielt der Fonds ingesamt 7.7 Millionen US-Dollar (ca. 7,25 Millionen EUR).

Österreich hat im Oktober 2015 den Fonds mit EUR 24.500,- aus Mitteln des BKA und im März 2009 mit EUR 20.000,- aus Mitteln des BMeiA unterstützt. Eine Übersicht über die Beiträge ist auf der Homepage der UNESCO zum Übereinkommen verfügbar.


Weiterführende Informationen

Eine Übersicht über antragsberechtigte Stellen, Einreichungsmodalitäten und -unterlagen sowie häufig gestellten Fragen ist auf der Webseite der UNESCO in Englisch, Französisch und Spanisch abrufbar.